Die Antilopen sind los

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Nordholz/ Wanhöden, 24.07.2016 – Schlafmangel, ungesunde Ernährung, dreckige Dixi-Klos und Alkohol, das sind die vier Hauptbestandteile eines guten Festivals. Viel Sonne, wenig Schatten - reichlich verbrannte Nasen gehörten dieses Jahr auch dazu. Der letzte Festivaltag bot noch einmal interessante Acts. Auf den großen Bühnen ging es mit der Berliner Elektropop-Band Grossstadtgeflüster los, obwohl sie sonst eher als Late-Night-Act überzeugten.

Russkaja durfte auch dieses Jahr nicht fehlen. Sie gehören inzwischen zum Inventar, war es doch ihr nun dritter Auftritt seit 2012.

Neu hingegen war die Hip-Hop-Gruppe Antilopen Gang, die wir bereits im letzten Jahr auf dem Stader „Müssen alle mit“-Festival ins Herz geschlossen hatten, nachdem sie sich nach dem Suizid ihres vierten Bandmitgliedes Jakob Wich so langsam wieder erholten. Sie besangen den "Enkeltrick" und "Beate Zschäpe".

Die Hip-Hop-Band aus Düsseldorf wurde 2015 von der unabhängigen Musikbranche zum „Besten Newcomer“ gekürt. Erstaunlich war, dass sie in der Newcomer-Kategorie gewonnen haben. Schließlich machen sie schon seit zehn Jahren gemeinsam Musik. Die Antilopen Gang steht bei JKP unter Vertrag, dem Plattenlabel der Toten Hosen.

 

 

Mono Inc. boten wieder einmal düsteren Dark-Rock, Irie Révoltés waren auch nicht zum ersten Mal bei Deichbrand und so gab es familiäres Abfeiern. Mit der 10-köpfige Brassband Moop Mama, zwei Support-Tourneen für Jan Delay und eine eigene ausverkaufte Tour aufweisen können, den schwedischen Indie-Rockern Friska Viljor, den Norwegern Combichrist, den Metalcorer Caliban und Deutschlands erster Liedermacherband Monsters of Liedermaching folgten interessante Acts.

Die deutsche Hip-Hop-Gruppe Fünf Sterne Deluxe mit Tobi Tobsen und Das Bo wurde gefolgt vom Headliner des Tages, Sportfreunde Stiller. Insgesamt war es ein gutes und - besonders wichtig in diesen Zeiten- ein friedliches Festival. Freundliches Security-Personal und ein reibungsloser Ablauf, kleiner Kritikpunkt sind die ständigen Kontrollen beim Wechsel zwischen den Bühnen.