Brauereihoffest in Jever

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Jever, 08.09.2018 – Alle zwei Jahre feiert das Friesische Brauhaus zu Jever ein Brauereihoffest. Es wurde nicht nur ein hochkarätiges Abendprogramm anboten, sondern auch am Tage mit einem Tag der offenen Tür für Unterhaltung rund ums Bier und die Braustätte gesorgt.

Das Bier war gekühlt und kostete sagenhafte 2,- € für 0,3 l, die Laune war gut und die Musik auf der Bühne konnte um 19:00 Uhr losgehen.

Zunächst begrüßte Radio ffn-Morgenmän Franky die Zuschauer. „Ja, ich bin der Gleiche wie vor 2 Jahren, auch wenn ich 70 kg abgenommen und ein neues Leben habe!“ Dann gab die Queen-Tribute-Band MerQury aus Dresden richtig Gas. Wir hatten sie bereits schon öfters in unserer Region gesehen, sie sind z.B. jedes Jahr beim Musiksommer in Bremerhaven. Sie stehen bereits 27 Jahre auf der Stage, habe weit über 1.500 Shows in 16 verschiedenen Ländern gespielt und hatten vor kurzem auch einen Auftritt in Moskau.

Gute Livebands zeichnen sich mit viel Spaß und Bewegung auf der Bühne aber auch mit improvisierten Interaktion auf, die anders als vom Band klingt. All das konnten die fünf Vollblutmusiker an diesem Abend bieten, obwohl die Stimme des kanadischen Sängers Johnny Zatylny nicht in Topform war. So wurde zu Radio Gaga mal ein 5-Minuten langes Medley bekannter Rocktitel eingeschoben und es gab ein hörenswertes Schlagzeugsolo.

Natürlich durften die lustigen Verkleidungen des Sängers nicht fehlen. Zatylny zeigte nur gelegentliche Hüftschwünge und hin und wieder geballte Fäuste. Er hat sich im Gegensatz zu anderen Imitatoren nicht auf die Fahne geschrieben, die lasziven Bewegungen und die stimmliche Phrasierung des 1991 gestorbenen Mercury -der vor wenigen Tagen 72 Jahre alt geworden wäre- bis ins kleinste Detail zu kopieren. Seine Vorbilder hat er bislang niemals live gesehen. Die mittlerweile 57-Jährige Sängerin Kim Wilde landete mit Hits wie „Kids in America“ und „You Keep Me Hangin’ On“ zwei der größten Hits der Achtziger.

 

 

Jetzt meldet sie sich mit ihrem neuen Album „Here Come The Aliens“ zurück und spielte in Jever alte und neue Titel wie „Words Fell Down“, „Birthday“ oder „You came“.

Das Finale für das Abschlusskonzert übernahm die Familie Madsen: Mit Rock, Punk und Indie-Pop brachten die fünf Jungs (davon 3 Brüder) aus dem Wendland mit ihrem letzten Gig ihrer diesjährigen Festivalsaison die Menge zum Kochen, sogar eine Wendlandfahne wurde geschwenkt.

Nach einen kurzen Intro ging es mit „Sirenen“ los, es folgten Songs wie „Die Perfektion“, „Love is a killer“ oder „Mein erstes Lied“. Auch Songs wie "Rückenwind" ihres aktuellen Albums "Lichtjahre", welches Nordevents vor einiger Zeit rezensiert hat, waren dabei. Als Zugabe kamen „Goodbye Logik“, „Nachtbaden" und wie bei jedem ihrer Konzerte als Rauschmeißer „Lass die Musik an“.

Nach Konzertende war aber noch nicht Schluss: Bis 1 Uhr wurde bei der After-Show-Party von ffn weitergefeiert. Wer Madsen oder Kim Wild verpasst hat, kann beide noch dieses Jahr im Bremer Pier 2 erleben. Zuschauer mit Behinderungen hatten sichtlich Spaß an dem Abend, es gab zwar auch eine Behindertentoilette, nur leider keine Rampe für Rollis, so das sie eigentlich nichts in dem mit ca. 4000 Zuschauern dicht gefüllten Brauereihof nichts sehen konnten. Vielleicht kann man da in 2020 eine kleine Verbesserung herbeiführen.