Königlicher Besuch bei Deichbrand 2014

Zur Bildergalerie

Cuxhaven/Wanhöden- Freitag Mittag kam die Meldung: Die Jubiläumsausgabe ist mit 40.000 Besuchern restlos ausverkauft. Und das trotz der erneuten Aufstockung der Tickets. Mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, die zum Freitag sich noch steigern konnten, brachte das Hoch “Aymen” das Deichbrand-Festival am Seeflughafen Cuxhaven/Nordholz in den 2. Tag. Man konnte genau sehen, wer Donnerstag schon da war und seine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vergessen hatte.

Wer Hip Hop affin ist, dem ist der Name Prinz Pi (ehemals Prinz Porno) sicher geläufig. Wer erst seit dem kurz auflodernden Hip Hop-Trend um Casper & Cro Zugang dazu gefunden hat, der dürfte an Prinz Pi auch nicht mehr vorbeikommen.

Spätestens seit seinem Album „Rebell ohne Grund“ ist der Berliner in aller Munde und sein frisch veröffentlichtest Album „Hallo Musik“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass Hip Hop nicht immer nur mit frauenfeindlichen Texten, Proll-Kultur und all den weiteren gängigen Stereotypen assoziiert werden darf.

Die Texte von Prinz Pi haben ihren Witz und auch ihren Tiefgang, womit eine verdiente Anerkennung und Würdigung einhergehen. Sie sprechen von dem Leben, Erfahrungen, von Enttäuschungen und davon, wieder aufzustehen, wenn man mal am Boden war. Dass er sich bei Deichbrand in seinen Texten als auch von seinem Publikum gehörig feiern ließ gehört zum Hip Hop wie das Amen in die Kirche.

 

Doch finden sich bei Friedrich Kautz keinerlei Allüren, nichts, das daran erinnert, dass man sich auf einem Hip Hop-Konzert befindet – abgesehen vom Rap und den basslastigen Beats. Die Fans von Prinz Pi hielten es auch in der Sonne vor der Waterstage gut aus, der Platz war zum ersten mal richtig gefüllt. Die Begleitband um den Berliner Rapper Friedrich Kautz kam gut in Fahrt – das Publikum übrigens auch.

Er macht zwar Eingeständnisse an den Erfolg – was die kreischenden Mädchen in der ersten Reihe angeht -  bleibt sich sonst aber treu, zündet die Welt an und gibt dem Affen Zucker. Performt wurden u.a. seine Songs „Fähnchen im Wind“, „Du bist“, „Kompass im Norden“, „Gib dem Affen Zucker“ und „Keine Liebe“.