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FJØRT - „Couleur“

Ein Jahr hatten wir nun Zeit uns mit den ersten 3 Alben der Post-Harcore Spezialisten von FJØRT zu beschäftigen. Das war Zeit genug! Heute wird das neue Album der drei Aachener Musiker, Chris Hell (Gitarre und Vocals), David Frings (E-bass und Vocals) und Frank Schophaus (Drums), namens „Couleur“ veröffentlicht.

Ich durfte vorab schon einmal hinein hören und habe euch einiges zu diesem sehr sehr coolen Album zu sagen. „Reiß mich in zwei!“ wird uns von dieser Scheibe im Track „Mitnichten“ entgegen geschrien und genau diese Power die hierbei dem Hörer entgegengebracht wird ist eine Art roter Faden der sich durch das ganze Album zieht. Die Vocals sind sehr roh und unmelodisch angelegt, was aber sehr charakteristisch für dieses Genre ist.

FJØRT schaffen es immer wieder brachial aber auch gleichzeitig ruhig und entspannt zu sein. Auf diesem Album findet man keine einzige Nummer welche stur durchgehend nach dem selben Rhythmus geht. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Track „Windschief“ welcher mit verhältnismäßig schnellen Blast Beats auf den Drums beginnt, sich bis zur Mitte des Songs wieder ein wenig beruhigt und am Ende nochmal alles gibt, bevor die Gitarre uns alleine aus dem Lied hinaus geleitet.

FAZIT:

Die drei Herren haben wieder einmal ein sehr gelungenes Album produziert, welches für meinen Geschmack sehr ausgewogen und nicht konstruiert klingt. Man hört einfach das hier Leute an etwas arbeiten das sie Lieben und deswegen gibt es von mir 9 von 10 Punkten. Für volle 10 reicht es dann schlussendlich doch nicht, da mir die Texte etwas zu belanglos vorkommen. Alles in allem ist dieses Album ein weiterer Beweis dafür, dass deutscher Post-Hardcore noch immer präsent und schwerst aktiv ist.

--> Musikvideo: FJØRT - "Magnifique"

 


Bewertung:

GENRE: Post-Hardcore

TRACKLIST:

1. Südwärts
2. Couleur
3. Eden
4. Mitnichten
5. Raison
6. Windschief
7. Fingerbreit
8. Magnifique
9. Bastion
10. Zutage
11.Karat

VÖ: 17.11.2017
Format: CD / Digital / LP
Label: Grand Hotel van Cleef
Auf Tour im Norden: 19.01.18 – Münster, Gleis 22 / 20.01.18 – Hannover, Musikzentrum / 0.01.18 – Hamburg, Knust
Rezensionist: Gregor