VORCHECKING: Frische und unabhängige CD-Kritiken zu aktuellen Alben
PORN: „The Ogre Inside Remixed“
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass hier schon ganz interessante Remixes präsentiert werden, doch das Original ist mir dann schlussendlich dann doch lieber. Die Vermischung solcher Genre mit Metal oder Rock lastigen Alben ist immer eine heikle Angelegenheit, aber den Musikern wirklich sehr gut gelungen jedem Song eine neue Perspektive zu geben.
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JOE BONAMASSA: „Redemption“
Ich habe Bonamassa selbst schon live erleben dürfen und unglaublich beeindruckt von dem Gefühl, mit welchem er spielte. Dieses authentische Spiel hat mich auf diesem Album auch wieder beeindruckt und ich muss sagen, dass es wirklich ein Genuss war, dieses Album in Ruhe durchzuhören. Diese Scheibe, ein guter Whisky und eine Zigarre, wäre wohl mein Entspannungsprogramm.
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SEASICK STEVE: "Can U Cook?"
Ein hervorragendes Album, das wohl das Herz eines jeden Blues- und Folkfans höher schlagen lassen wird – schlichtweg aus grenzenloser Freude darüber, dass solche Musik heutzutage überhaupt noch gemacht wird und dabei noch in solcher Qualität. Nicht alles klingt neu, was man das zu hören bekommt, doch das soll es auch gar nicht. Ein äußerst vollmundiges Menü!
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ALLIGATOAH – Schlaftabletten, Rotwein V
Der fleißige Märchenerzähler ist zurück! „Schlaftabletten, Rotwein V“ zeigt uns trotz oder gerade wegen des fehlenden roten Fadens die große Stärke von Alligatoah, seine Wandlungsfähigkeit und liefert dabei ein wirklich gelungenes Mixtape-Album ab. Technisch und textlich agiert Alligatoah wieder auf sehr hohem Niveau.
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ADAM ANGST: "Neintology"
Ein herzerfrischendes Album, das durch seine Angriffigkeit und Kompromisslosigkeit gleichermaßen überrascht und überzeugt. Klanglich gut ausgearbeitet und doch für keinen Augenblick poliert oder gekünstelt wirkend, mit tiefgründigen Botschaften in jedem Song, eingängig und temporeich dargebracht, ohne dass auch nur für einen Moment ein Gefühl der Langeweile aufkommen würde.
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PAUL McCARTNEY: „Egypt Station“
„Egypt Station“ ist ein Album, welches sich vieler Elemente der Popular-Musik bedient. Ohne Probleme legt der Herr einen Song raus der etwas nach Imagine Dragon, aber auch anderen aktuellen Pop-Bands klingt und zeigt all jenen, dass er auch heute noch immense Relevanz besitzt und immer auf solch hohem Niveau musiziert und produziert.
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PASSENGER: „Runaway“
Stimmlich hat sich der Herr nicht wirklich verändert und es ist verblüffend was ihm so in den Kopf kommt. Die Ideen hinter den Lyrics sind einfach beeindruckend und interessant und der sanfte Sound gibt der Stimme genug Raum sich deutlich zu äußern. Die Instrumentalsektion variiert von nur Gitarre mit Vocals bis zu schon fast Folk-artigen Besetzungen oder Streichern mit E-Gitarre.
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OUR MIRAGE: „Lifeline"
Wieder einmal eine sehr stabile und brauchbare Produktion aus dem Hause Nuclear Blast. Das Album hat eine ganz klare Message: „Die heutige Welt ist krank!“, wie es schon so schön im Pressetext der Band steht. Die Vocals sind brachial, aber auch emotional und Lyrics strotzen nur so vor Themen welchen man sich in gewissen Lebenslagen stellen muss.
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SINGLE MOTHERS: „Through A Wall“
Endlich wiedereinmal was aus dem der deftig ranzigen Punk-Richtung! Sehr verzerrte Vocals die tiefgründige Gedanken dahin plerren und röhrende Gitarren die vom Druck von Drums und Bass durch den Raum fliegen. Die Lyrics beziehen sich auf diverse Problematiken, vom Chaos der eigenen Dämonen bis zur unglaublichen Monotonie des Tourlebens.
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LAING: „Fotogena“
Ein lyrisch erwachsenes Werk von tanzbarem Pop mit einigen Schönheitsfehlern insbesondere in der Albummitte. Elektronische Beats und Sounds, harmonische Stimmen, poetische und puristische Texte dominieren das Album. Bedauerlicherweise hält die Musik mit der inhaltlichen Ebene, die weit über simple Befindlichkeiten und Oberflächlichkeiten hinausgeht, häufig nicht mit.
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