VORCHECKING: Frische und unabhängige Film-Kritiken

Edison - Ein Leben voller Licht

Bereits im Winter 2016/17 wurde das Historien-Drama "Edison - Ein Leben voller Licht" gedreht und sollte Ende 2017 groß in den US-Kinos und bald darauf auch im Rest der Welt anlaufen. Doch der Start des Historien-Dramas verzögerte sich durch den Skandal rund um den Produzenten Harvey Weinstein, dessen US-Verleih TWC (The Weinstein Company) den Film mitfinanziert hatte. Erst zwei Jahre später kam der Film dann doch noch auf die nordamerikanischen Leinwände.

Wie der Name des Films schon verrät, geht es um den brillanten Wissenschaftler und Tüftler Thomas Alva Edison („Sherlock“ Benedict Cumberbatch). Im Jahre 1880 gelingt es ihm endlich, eine erste Glühbirne zu konstruieren, die länger als ein paar Minuten leuchtet. Unterstützt durch seinen Sekretär und Assistenten Samuel Insull (Tom Holland) sowie den super reichen Geldgeber J.P. Morgan (Matthew Macfadyen) plant Edison nun, die ersten Häuserblocks in Manhattan mit elektrischem Licht zu versorgen.

Doch der Unternehmer George Westinghouse (Michael Shannon) ist direkte Konkurrenz um den Wettkampf um die städtische Aufträge zur Beleuchtung Amerikas. Es wird zunehmend unlauteren Mitteln gegriffen, um den Gegner auszustechen. Der englische Originaltitel „The Current War“, was sich in etwa mit „Der Stromkrieg“ übersetzen lässt, ist eigentlich besser gewählt.

Fazit: Im Rückblick lässt sich kaum ermessen, welche Revolution Thomas Alva Edisons Erfindung der Glühbirne 1879 bedeutete. Schließlich geht es darum, Licht in die Welt zu bringen. Der Film ist aber keine Film-Biografie des Erfinders. Der Film zeichnet 13 Jahre nach, zwischen Edisons bahnbrechender Erfindung der Glühbirne und ihrem Siegeszug durch die Welt.

Kostüme und Kulissen des Films sind bemerkenswert. Ganzer Straßenzüge oder der legendären Illumination der Weltausstellung von 1893 in Chicago sind durch CGI-Effekte sehr ansehnlich. Dazu kommen die oft ästhetischen Aufnahmen. Die parallelen Geschichten der beiden Männer wirken unverbunden, finden keinen Bezug zueinander. Leider ist das Geschehen auch etwas träge dahinplätschernd, bei diesem Film über Strom fehlt sozusagen die „Spannung“. Es ist ein recht langweiliger Kino-Strom-Krieg mit viel Schatten, die historischen Details überladene Handlung weniger elektrisierend. Die Schauspieler Benedict Cumberbatch und Michael Shannon sind in einem eher schwachen Film dennoch starke Darsteller.

 
Gesamtbewertung:

Kinostart: 23.07.20

Home-Entertainment-Release: 27.11.2020

Produktion: USA 2016/2017

Genre: Drama, Historie, Biografie

Darsteller: Benedict Cumberbatch, Oliver Powell, Katherine Waterston, Nicholas Hoult

 

Regie:Alfonso Gomez-Rejon

Länge: 103 Min.
FSK ab: 6

Tonformat: DTS-HD 5.1

Verleih: LEONINE Distribution

Action:
Humor:
Gefühl:
Spannung:
Anspruch: