Schotten-Punk in der Heide

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Luhmühlen, Freitag, 04.08.2017- Wären in Wacken zur gleichen Zeit die Massen gröhlten, ging es beim A Summer´s Tale gesittet, familiär und manchmal auch arg bequem zu. Den musikalischen Teil auf der Konzertbühne begannen Get Well Soon. Es ist ein Musikprojekt des deutschen Sängers, Songschreibers und Multiinstrumentalisten Konstantin Gropper. Die amerikanischen Indie-Koryphäe Conor Oberst folgte. Im zarten Alter von zehn Jahren lernte der jetzt 37-jährige Conor von seinem älteren Bruder und seinem Vater das Gitarre spielen.

Anschließend performte Birdy aus England, die bereits im Alter von 12 Jahren den Talentwettbewerb Open Mic UK gewann und damit ihre musikalische Karriere begann.

Die Brit-Post-Punk-Band Franz Ferdinand aus dem schottischen Glasgow war der Top-Act des Tages. Gitarrist Nick McCarthy ist nicht nur im oberbayerischen Vagen aufgewachsen und hat später in München studiert, sondern viele Ihrer Songs beinhalten auch deutsche Sprachfetzen oder haben sogar deutsche Namen. Auch die Band hatte sichtlich Spaß und Sänger Alex Kapranos wechselte sich eifrig zwischen fleißigem Gehüpfe und hin- und zurücklaufen auf der Bühne ab. Die Band gab sich agil und authentisch. Klassiker wie »Take Me Out« und »Ulysses« durften nicht fehlen. Definitiv die beste Band des Tages.

Die Indiehymnen der Schotten waren mehr als passabel, Euphorie wie bei anderen Festivals erzeugen sie aber nicht.

 

Das bleibt bei allem Komfort auch im dritten Jahr das einzige Manko beim A Summer‘s Tale: Bequemlichkeit ist eben auch ein Stimmungsdämpfer.

Die Höchste Eisenbahn, Bernd Begemann, Lisa Bassenge, Locas in Love und Albrecht Schrader waren ebenfalls im ZeltRaum zu sehen. Sie begeisterten bei dem kinderfreundlichen Festival Groß und Klein.

Die deutsche Indie-Pop-Band Von Brücken (2015 von Nicholas Müller, dem ehemaligen Sänger der Band Jupiter Jones und dem Pianisten und Keyboarder Tobias Schmitz gegründet). Die unvergleichbaren The Notwist aus Baden-Württemberg rundeten den musikalischen Teil im Zeltraum ab.