Rea Garvey auf der Expo Plaza

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Hannover, 27.05.2016 - Das ausverkaufte Plaza Festival startete mit einem großen Staraufgebot aus dem deutschsprachigen Raum in die nächste Runde. So früh war bisher noch kein NDR 2 Plaza Festival ausverkauft. Das mag auch an den guten Acts gelegen haben: diesmal von der Partie waren dieses Mal The Boss Hoss, Sarah Connor, Rea Garvey, Glasperlenspiel, Joris und (Daniel) Wirtz sowie 25.000 Zuschauer. Die NDR 2 Moderatoren Ilka Petersen und Holger Ponik moderierten den Festivaltag.

Los ging es um 16:00 Uhr bei bestem Festivalwetter mit dem Elektro-Pop-Duo Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg alias Glasperlenspiel. Nach einer nur knapp halbstündigen Spielzeit von Glasperlenspiel war gegen 16:40 Uhr die Plaza schon fast gefüllt, denn alle wollten den dreimaligen Echo-Gewinner 2016 Joris auf der Bühne sehen. Joris Ramon Buchholz, so sein vollständiger Name, ist der Newcomer des Jahres. Anfang April erschien sein Debüt-Album "Hoffnungslos Hoffnungsvoll" und schoss bis auf Platz drei der deutschen Charts.

Authentisch und ehrlich, das sind die Attribute für den Sänger, Gitarristen und Songwriter Daniel Wirtz und seine Musik. Zunächst war er Kopf der Rockband Sub7even, ab 2008 ist er mit deutschen Texten solo unterwegs. Er konnte an diesem Nachmittags sicherlich wieder viele Fans gewinnen.

Als letzter deutschsingender Act, der an diesem Tag in seiner „Muttersprache“ sang, trat gegen 19:00 Uhr Sarah Connor auf. So begrüßte sie ihre Fans mit einem „Moin“ und freute sich, dass sie wieder im Norden ist, denn sie wohnt ja zwischenzeitlich in Berlin.

Mit seiner Ex-Band Reamonn schrieb er Songs wie "Supergirl", "Promise (You & Me)", "Tonight" und "Through The Eyes Of A Child". Vor vier Jahren startete der Ire Rea Garvey seine Solo-Karriere – und veröffentlichte seitdem drei mit Platin ausgezeichnete Alben mit Hits wie "Can’t Stand The Silence", "Can’t Say No", "Colour Me In", "Oh My Love" und "Armour". Sein aktuelles Album "Prisma" ist sein bislang emotionalstes. Mit seinem Gespür für Melodie, Rhythmus, sein erzählerisches Talent und die Hitsicherheit der Songs verbindet er gekonnt und leidenschaftlich mit Persönlichem und Politischem.

 

Lässig in schwarzer Jeans und Sonnenbrille machte Rea mit seiner Liveband mächtig Stimmung und überzeugte mit einem kraftvoll sportlichen Auftritt. „Gibt es in Hannover einen Iris Pub? Wie wäre es, wenn wir nach dem Auftritt alle (25.000) mal dort hin gehen?“ fragte Rea das Publikum.

Auch stellte er fest, dass man in Hannover das reinste Hochdeutsch spricht und fragte: „Versteht ihr mich überhaupt?“ Seine Schwester und Backgroundsängerin Margaret hatte gestern Geburtstag und so sangen 25.000 Zuschauer „Happy Birthday!“ Mit Joris sang er den rockig-fetzigen Song „Oh, my love“. Er kämpfte sich Garvey auch durch die Menge bis zur Rollstuhlfahrerplattform durch und drückte alle ganz herzlich, er ist eben ein sympathischer Typ.

Man sah sie schon den ganzen Festivaltag, die Fans von The BossHoss in Westernstiefel oder Stetsons. Wir haben schon mehrfach über ihre explosiven Live-Shows berichtet. Sascha "Hoss Power" Vollmer (Gesang, Gitarre) und Alec "Boss Burns" (Gesang, Waschbrett) aus Berlin machten mit ihrer Band mächtig Druck mit allem, was dazu gehört.

Backstage war man zufrieden mit dem Verlauf des Tages, ESC-Sternschnuppe Jamie-Lee Krievitz gab Interviews und schaute sich die Show an, Wirtz machte Shootings mit seinen Fans und Morgenman Franky war samt Frau und Kind da.