Deichbrand 2016: Heißes Wetter, heißer Punk

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Nordholz/ Wanhöden – Der Samstag war wie immer der Haupttag des Festivals und das Set-Up konnte sich sehen lassen, einige deutschsprachige Hochkaräter kamen an die Nordseeküste, obwohl große internationale Interpreten fehlten. Die angekündigten Unwetter machten auch an diesem Tag einen großen Bogen um das Festival und so gab es wieder Temperaturen knapp unter 30 Grad.

Um 12:00 Uhr ging es auf der Fire-Stage mit Milliarden (Frontmann Ben Hartmann sowie Johannes Aue) los. Die Band ist gerade stark im Kommen und bringt in zwei Wochen ihr Debütalbum an den Start. Auf der Electric Island Bühne eröffnete wie an jedem Festivaltag Vargo das Line-Up . Im Palastzelt begann die Poetry Slam Vorrunde II. Im „Newport“ spielen unterdessen Odeville und Trümmer zwei großartige Auftritte, die in der Nachmittagssonne richtig Laune machen.

Nach Rapper Sierra Kidd und Ladwagon, einer Punkrockband aus Kalifornien, gab es gleich wieder Rap aus deutschen Landen mit Motrip auf der Water Stag. Die kanadische Garage-Blues-Rock-Band Danko Jones um den gleichnamigen Sänger und Gitarristen feierten mit ihrer ältesten Anhängerin, einer über 70-jährigen Dame. Rap gab es von ASD, eine deutsche Hip-Hop-Kollaboration. Sie entstand durch Zusammenarbeit der deutschen Rapper Afrob und Samy Deluxe und der Name ergibt sich durch die Anfangsbuchstaben der Sänger.

Mit der 1992 gegründeten schwedischen Punkrock-Band Millencolin um Sänger Nikola Sarcevic wurde es noch einmal etwas härter. Das erste Studioalbum nach sieben Jahren "True Brew" , erschien Ende April 2015 und markierte eine Rückkehr zum schnellen Punkrock der ersten Alben der Band.

 

Knackig, dreckig, melodisch. Das klappt auch 24 Jahre nach Gründung noch gut - in der immer gleichen Besetztung. 8 Titel spielten sie an diesem Nachmittag, darunter "Twenty Two", "Sense & Sensibility", "Bullion", "True Brew", "Mr. Clean", "Ray" und "No Cigar".

Nach deutschem Zecken-Punk von WIZO gab es ein Wiedersehen mit Skunk Anansie und die Rap-Urgesteine Beginner um Jan Delay. Nach Frittenbude kam der Headliner Seeed und das Infield war brechend voll. Mit einem gelungene Mix aus Dancehall, Reggae, Dub Ska, Hip Hop und einer tollen Bühnenshow machte Seeed ihrer Stellung als Headliner gerecht.

Rapper Nico von der Band K.I.Z präsentierte an diesem Abend als Letzter auf der Water Stage seine Art von Deutsch-Rap. Für feine elektronische Musik sorgten der französische DJ Gesaffelstein sowie das DJ-Duo aus Berlin Lexy & K-Paul bis nach 04:00 Uhr im Palastzelt.