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PASSENGER: "Songs For The Drunk And Broken Hearted "
Musikalisch bietet das Album nicht unbedingt Neues. Weder Melodien, Harmonien, Arrangements überraschen. Doch gerade deshalb schleicht es sich Stück für Stück in des Zuhörer´s Herz. Die Stücke bestechen genau durch ihre Schlichtheit, sind absolut radiotauglich, in keiner Minute offensichtlich aufwühlend. Es eignet sich also sehr gut für den „Radiogenuss“ nebenbei.
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BLACKOUT PROBLEMS: "Dark"
Auch wenn die musikalische Vielfalt, die Gedanken, die hinter den Texten stecken überzeugen, sind mir persönlich die „Aussichten“ zu „positiv“. Beim Hören überrumpelt mich immer wieder der Wunsch nach einem „happy end““ - wahrscheinlich würde ich mir wünschen, es gäbe einen Song, der die Schmerzen, die Ängste aushalten kann und nicht in ein „das wird schon“ mündet.
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DRAGONY: „Viribus Unitis“
Ich bin absolut weggeblasen. Die Songs sind schön abwechslungsreich und trotzdem im Gesamten sehr stimmig. Die Lyrics legen die Story so gut dar, dass man beim Hören teilweise die Geschehnisse vor dem geistigen Auge sieht. Alles in allem ist „Viribus Unitis“ für mich jetzt schon eines der besten Alben 2021.
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GHØSTKID: „Ghøstkid“
Das Album ist als klares Metal-Album einzustufen, wenn auch die Hip-Hop und Trap Elemente nicht gerade wenig an Ghoste Mane erinnern. Generell habe ich das Gefühl, dass Sushi sich etwas an dem Rapper orientiert hat, wenn auch das Album klar metallischer und melodischer ist als alles, was ich von Ghoste Mane gehört habe.
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DONOTS: „Birthday Slam Live“
Ich kritisiere an Live-Alben immer, dass jene schlussendlich nichts wirklich Neues bringen. Wenn es sich jedoch um das erste Live-Album einer Band handelt, dann ist das ja an sich schon etwas Neues. Ein großes Lob an den Tontechnicker der Mitschnitte von mehreren Gigs, aus verschiedenen Locations, mit unterschiedlicher Akustik, derartig homogen mixte und masterte.
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KÄRBHOLZ: „Kontra“
„Kontra“ gefällt mir bisher musikalisch, sowie textlich mit Abstand von den bisherigen Alben am Besten. Die Mischung aus eher stilistisch bekanntem und neuen Experimenten, welche frischen Wind bringen, ist gut gelungen. Kärbholz haben ihren ganz klar eigenen Sound, aber auch keine Scheu über den Tellerrand zu blicken und neue Gefielde anzusteuern.
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MASSENDEFEKT: „ Zurück ins Licht“
Man merkt, dass Massendefekt hier ihre Freiheiten vollends zu ihrem Gunsten nutzen konnten, denn das Album ist textlich sehr anregend, musikalisch kein 0815 Punk-Rock, die Videos sind echt der Hammer und meiner Meinung nach ist „Zurück ins Licht“ das beste deutsche Punk-Rock-Album 2020 nach „Hell“ von den Ärzten. Hut ab! Geiles Teil!
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LESS THAN JAKE: „Silver Linings“
Ska-Punk ist definitiv nicht tot und Less Than Jake hören nicht auf dafür Beweise zu liefern. Fröhliche und auch energiegeladene Musik mit nachdenklich stimmenden Texten, welche einem aber auch hier und da ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern können. Ich finde es war nach 7 Jahren schon höchste Zeit wieder etwas von der Truppe zu hören..
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REA GARVEY: „Hy Brasil“
Anscheinend war die Stille zwischen den Alben notwendig, denn im Vergleich zu „Neon“ wirkt „Hey Brasil“ wesentlich abwechslungsreicher und lebendiger. Garvey meinte selbst, dass dieses Album bzw. die Produktion ihm die Freude am Musizieren wieder zurückgebracht hat und das hört man sehr klar.
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EXTRABREIT: „Auf Ex!“
Nach solch einer Zeit ein neues Album serviert zu bekommen ist schon etwas Feines. Die Lyrics sind wieder einmal erste Sahne und die Kompositionen sind sehr eingängig. Macht wirklich Laune auf ein Live-Konzert… sobald wieder möglich. Alles in allem nenne ich „Auf Ex!“ nach 12 Jahren ein gelungenes Comeback-Album.
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DIE TOTEN HOSEN: „Learning English Lesson 3: Mersey Beat!...“
Ich bin immer ein großer Fan davon, wenn sich Bands auch außerhalb ihres gewohnten Spektrums bewegen, speziell wenn es um Punk Bands geht, welche langsam in den Verruf kommen Mainstream geworden zu sein. Dieses Album spricht hier definitiv gegen den Vorwurf und zeigt, dass die Toten Hosen nicht nur ihre eigenen Tracks auf dem Kasten haben.
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KLAN: "Zwei Seiten"
„Zwei Seiten“ ist ein gelungenes Album, dessen Aufteilung in Sommer und Winter durchaus Sinn macht. Die Tracks gehen durchweg gut ins Ohr und es gibt einige Highlights. Leider auch ein paar Tracks die eher so nebenher laufen und daher kaum in Erinnerung bleiben. Zusätzlich merkt man an „Nie gesagt“, dass eine Reduzierung der Elektro-Elemente den Jungs gut steht.
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